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Wanderung auf den Flächen der geplanten Falkenseer Ortsumgehungsstraße
Sonntag, 30. August 2009, 10 Uhr ab Spandau, Nähe Waldkrankenhaus
Besuch einer Veranstaltung der Berlinerin Regina Henke
Bericht von Johannes, 1. Sept. 2009
Die Reinickendorfer Naturschützerin Regina Henke bietet jeden Sonntag im September 2009 ab 10 Uhr eine Wanderung auf Flächen der geplanten Falkenseer "Nordumfahrung" an. Die Tour startet an der Grenze Falkensee / Spandau (Nähe Mauerweg) und führt durch den Falkenseer Ortsteil Falkenhöh und durch das Naturschutzgebiet im Norden.
Ich nahm Sonntag, 30. August, barfuß an der Begehung teil, um mir die wertvollen Naturareale anzusehen, die durch die geplante Umgehungsstraße vernichtet werden würden. Die Besichtigung startete mit sechs Teilnehmer/innen bei angenehmen Sommertemperaturen an der Spandauer Kreuzung Freudstraße / Goldkäferweg und dauerte etwa 4 Std. Der Endpunkt befand sich fußläufig in der Nähe des Ausgangspunktes. Die Strecke ist für Barfußanfänger nicht durchgehend geeignet (Sandalen mitnehmen).
Regina Henke erläuterte vor Beginn den Verlauf der geplanten "Nordumfahrung" anhand eines Übersichtsplans und informierte über die Tier- und Pflanzenwelt auf der Tour. Los ging's entlang des dortigen Teils des Grünzugs "Spektewiesen" und über den ehem. Mauerstreifen zum Falkenhagener See auf Falkenseer Gebiet. Sehr anschaulich konnten wir uns vor Augen führen, wie die Autostraße den Neuen See (der kleinere, südliche der beiden Seen) nicht nur von der Siedlung "Gartenstadt Falkenhöh" abtrennen, sondern unmittelbar an der einzigen Badestelle Falkensees, dem Sandstrand am Neuen See entlangführen soll. Diese absurde Planung würde ein Desaster für Mensch und Natur darstellen.
Wir setzten die Begehung fort an der mit alten Bäumen bestandenen Nordseite des (langgestreckten) Alten Sees - die "Nordumfahrung" soll hier in unmittelbarer Nähe das Wohngebiet streifen - zu den Teufelsbruchwiesen. Die Planung der Trasse sieht vor, die Wiesen quer in Ost-West-Richtung zu zerschneiden. Über den grobgeschotterten Postenweg der ehem. Berliner Mauer erreichten wir den "Eiskeller", wo wir eine kleine Pause einlegten. Ab hier bis zum Ende der Wanderung fanden wir mit der kleinen Unterbrechung durch den asphaltierten "Mauerweg" sandige Waldwege vor.
Bettina und Frank waren durch mein barfüßiges Beispiel (dem Frank alsbald folgte), Regina's Beschreibung der vorausliegenden Barfußabschnitte, die Gespräche über das Barfußlaufen und die bis zu dem Zeitpunkt bereits begangenen, weichen Teilstrecken sehr begierig darauf, das Barfußlaufen auszuprobieren. Während der Pause konnten sie der Versuchung nicht länger widerstehen und zogen ihre Wanderschuhe aus, um den herrlichen, zum Barfuß-laufen verführenden Sandboden zu spüren. Die friedvolle und interessierte Atmosphäre der Natur-begehung erhielt damit noch eine aufgeschlossene und sensitive Ausprägung. Besonders Bettina besann sich ganz auf die neue Erdung und die Empfindungen, die sie nun mit den Füßen erspüren konnte.
Freudvoll und erfüllt von den neuen Eindrücken aus der Natur waren die Teilnehmer begierig auf weitere barfüßige Erlebnisse. So vereinbarten wir umgehend eine Naturerlebniswanderung (auch) für Barfußanfänger/innen am Sonnabend, 19. September. Dann werden wir die Döberitzer Heide von Dallgow aus mit allen Sinnen erleben (zu den Details).
Ich bin Regina Henke dankbar für ihr Engagement, mit dem sie uns die wertvolle Natur und die geplante, groteske Naturzerstörung für eine sinnlose Umgehungsstraße veranschaulichte.