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Es fällt dir schwer, ohne Schuhe unterwegs zu sein. Da gibt es Ängste:
Angst 1: die Angst vor Kälte
Bundesministerium für Gesundheit: "Barfußwandern - Die Wiederentdeckung der natürlichsten Art der Fortbe-wegung: Am angenehmsten ist eine Temperatur von 20 bis 25 Grad - aber Füße können sich auch an kältere Temperaturen gewöhnen. Wer sich obenrum gut einpackt, kann bereits ab zehn Grad bequem barfuß laufen." (Alles über Barfußwandern auf den Seiten von praevention.de, einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit.)
Die Entscheidung - barfuß oder Schuhe - hängt also nicht von der Jahreszeit ab, sondern kann bequem von der Gradzahl abhängig gemacht werden. Im November oder März kannst du bei einer Lufttemperatur ab 10° bequem barfuß laufen. Im Frühjahr, Herbst und Winter wirkt sich jedoch nicht nur die Temperatur der Luft, sondern auch die des Bodens auf die Füße aus. Berliner Wetterbericht für 13 Tage mit Schuh-Barfuß-Entscheidungshilfe.
Berliner Abendblatt vom 1. November 2008: "Gerade in der kühlen Jahreszeit benötigen die 'Gehwerkzeuge' eine Extraportion Luft und Pflege. Dies beschwingt den Gang und wirkt wie ein Anti-Stress-Trip. Hier einige Tipps für frische und gepflegte Füße: Laufen Sie auch im Winter regelmäßig 'unten ohne'. Spüren Sie, wie herrlich es sein kann, morgens über eine feuchte Wiese zu spazieren. Barfuß laufen regt den Kreislauf an, stimuliert die Reflexzonen in den Fußsohlen und sorgt für Entspannung der Fußmuskulatur." mehr...
- Angst 2: die Angst vor den Reaktionen Anderer
ist für viele Erwachsene der Grund, ihre Schuhe anzulassen, obwohl sie sich darin unwohl fühlen. Kleine Kinder setzen automatisch ihre Bedürfnisse um und tun das, was ihnen Spaß macht. Die Reaktionen von anderen sind unwichtig. Erinnere dich an die verlorengegangene Freiheit deiner Kindheit, trau dich und gib deinen Füßen Licht, Luft und Freiheit, wenn du es magst. Die meisten Außenstehenden reagieren nicht auf nackte Füße. Die wenigen Bemerkungen und Kommentare sind fast immer positiv und stammen von Menschen, die wissen, daß barfußlaufen gesund ist und schöne Kindheitserinnerungen damit verbinden.
. - Angst 3: die gesundheitlichen Gefahren
beim Tragen von Schuhen sind weitaus größer, als beim Barfußlaufen. Senk-, Spreiz- und Plattfüße, Hammerzehen und Hallux Valgus entstehen nur durch Schuhe. Solche Schäden sind weitaus schlimmer als oberflächliche Verletzungen am Fuß.Die Gefahren, die von Glasscherben für den Barfußläufer ausgehen werden weit überschätzt. Glasscherben sind durchaus sichtbar, liegen meist waagerecht und richten kaum Schäden an. Die in Europa verbreiteten Viren und Bakterien haben keine Chance durch die Fußsohlen in den Körper einzudringen.Erkältungen stellen sich ein, wenn dein Immunsystem geschwächt ist und Kontakt mit Rhinoviren hat. Wenn du deinen Körper oder den deiner Kinder unterforderst, weil du ihn übermäßig vor der Natur schützt, verliert er auf Dauer Abwehrkraft: in nasskalten Situationen mit Belastung durch Krankheitserreger, die ein angepasster Köper mühelos übersteht, geht dein Immunsystem in die Knie. Rhinoviren haben dann leichtes Spiel. Hochaktuell sind die Erkenntnisse Sebastian Kneipps: "Weil das Barfußgehen ein so vorzügliches Mittel ist, die Füße abzuhärten, sind Diejenigen glücklich, welche vermöge ihres Berufes im Sommer häufig barfuß gehen, wie die Landleute, weil sie dadurch ihrer Gesundheit sehr nützen."
[Zitiert aus: So sollt ihr leben! Winke und Rathschläge für Gesunde und Kranke zu einer einfachen, vernünftigen Lebensweise und einer naturgemäßen Heilmethode von Sebastian Kneipp, Pfarrer in Wörishofen (Bayern). Kempten 1889 (1) zitiert nach Pracht-Ausgabe 1891.] Internetquelle: Samuel Schick
. - Angst 4: schmutzige Füße
lassen sich waschen. So einfach, wie beim Betreten der meisten Häuser und Wohnungen hierzulande mit den Schuhen die 'Außenwelt' abgestreift wird, lassen sich die Überbleibsel von Straße oder Wald von den Füßen waschen.
Foto: pixelquelle.de
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Sand, Lehm und Staub, mit denen die Füße Kontakt außerhalb der Stadt bekommen, sind kein Schmutz, sondern natürliche Stoffe. Staubige oder erdige Fußsohlen werden ganz einfach nach ein paar Schritten auf nassem Gras sauber. Feine, natürliche Mikropartikel, wie sie im Schlamm einer Pfütze oder eines Teiches enthalten sind, können durch ihre winzige Korngröße den Weg in deine Fußsohlenhaut finden und zeugen noch Tage später von deinem befreienden, barfüßigen Ausflug in die Natur.
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Die Zehen werden schnell und einfach mit einer Bürste unter dem erfrischenden Wasserstrahl gereinigt. Wenn dunkle Nagelränder und Nagelfalze stören und sie mit der Bürste nicht wieder sauber werden, darf keinesfalls mit Pediküreinstrumenten darin herumgekratzt werden. Nagelfalz und Nagelbett können dabei leicht verletzt werden mit der Folge von schmerzhaften Entzündungen. Gut ist ein lauwarmes Fußbad - besser noch ein längerer Aufenthalt in einem See oder Schwimmbad, in dem der Nagelschmutz wie von selbst herausgeschwemmt wird.
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Ob der Kontakt mit Straßenstaub ein ästhetischer Gewinn ist, mag jede Barfußläuferin und jeder barfüßige Ausflügler selbst entscheiden. Eine Gesundheitsgefahr geht auf jedem Fall nicht von ihm aus. Barfußlaufen in der Stadt ist problemlos möglich und rabenschwarze Fußsohlen machen kleinen und großen Barfußfans viel Spaß.
In der Gruppe geht es einfacher: schließe dich den Wanderungen und Freizeitaktionen der Barfuß-Initiative Berlin-Brandenburg an. Das Programm findest du hier