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22.02.2010 - Die "Bewegung" der HIV-Leugner

Mir wurde im Abstand von wenigen Wochen von einer gelernten Krankenschwester / Heilpraktikerin und einer in der ganzheitlicher Gesundheitsfürsorge tätigen Frau gesagt, der HI-Virus sei nicht nachgewiesen worden.

"Die beiden Forscher Françoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier wurden 2008 für die Entdeckung des HI-Virus mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet."
(http://de.wikipedia.org/wiki/HIV)

"Viele HIV-Infizierte sind verzweifelt, weil es für die Krankheit bis heute keine Heilung gibt. Psychosekten wie Scientology, Anhänger der UrMedizin nach Franz Konz und andere Psychogruppen ... versuchen, diese Verzweifelung für ihre Zwecke auszunutzen. Sie verbreiten im World Wide Web und auch im Usenet Verschwörungstheorien über AIDS und auch die Behauptung, dass es kein HI-Virus gäbe oder dass es kein AIDS erzeuge. Diese wirren Theorien dienen dem Filtern potentieller Anhänger esoterisch angehauchter Irrlehren. Wer diesen Unsinn glaubt, ist auch bereit, größeren Unfug zu akzeptieren und dafür den letzten Cent auszugeben. Nachfolgend sollen einige dieser Behauptungen, die der sogenannten 'HEAL-Szene' zugeordnet werden können, widerlegt werden." (weiterlesen auf http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=HIV/AIDS-Leugnung)

"Die Bewegung der AIDS-Leugner setzt sich aus unterschiedlichen Individuen und Gruppen zusammen, deren Argumente und Argumentationsweisen sich im Einzelfall stark unterscheiden. Die von AIDS-Leugnern vorgebrachten inhaltlichen Argumente sind wiederholt von anerkannten wissenschaftlichen Institutionen als falsch, überholt oder irreführend entkräftet worden. Trotz der Uneinheitlichkeit der Gruppen bestehen häufig gemeinsame ideologische Positionen und Argumentationsstrategien." (http://de.wikipedia.org/wiki/AIDS-Leugnung)

Es gibt Menschen, deren HI-Infektion im Serum nicht nachweisbar ist oder solche, die trotz Kontakts mit dem HI-Virus nicht infiziert werden oder solche, die trotz HI-Infektion nicht an AIDS erkranken.

Die Leugnung des HI-Virus sollte meines Erachtens ebenso wie die bewusste Übertragung unter Strafe gestellt werden.

Johannes Kathol
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12.10.09 - Weddinger Postmädel gesucht

Das rotblonde Mädel, das vom RBB am 12.10.2009 vor der Postbankfiliale in der Weddinger Müllerstraße 156B interviewt wurde. Das Interview wurde am 12.10.2009 in der Zeit zwischen 19:30 und 20:00 Uhr in der RBB-Abendschau und in der Zeit zwischen 21:4...5 und 22:05 Uhr in "rbb aktuell" gesendet.

Wer kennt das Mädel? Sachdienliche Hinweise bitte an jede Dienststelle der Barfuß-Initiative Berlin-Brandenburg und besonders an MICH!!! Johannes

Weddinger Postmädel auf Facebook

06.10.09 - Kalte Füße statt Stinke-Füße: "Wetten, dass..." Sieger kneift vor Wiederholung


Wettkandidat Thomas Schuster riecht am Samstag (03.10.09) bei der Wette "Gummistiefel" während der 183. Ausgabe von "Wetten, dass..?" an einem Stiefel, um durch den Schweißgeruch die Trägerin zu ermitteln.

Konnte er die Frauen am Stiefelgeruch erkennen? Vor dem Test bei Markus Lanz drückt sich der Kandidat. Schummler gab es bei Gottschalk viele.

GMX.de, 6. Oktober 09: "Hamburg (dpa) - Schummel-Vorwürfe treffen die ZDF-Kultshow "Wetten, dass..?" mittlerweile regelmäßig und gehören zum guten Ton. Um diese zu entkräften, sollte der Kandidat die Wette bei Markus Lanz wiederholen - doch er bekam kalte Füße.

Am vergangenen Samstag war der 47-jährige Kandidat Thomas Schuster bei Thomas Gottschalks zu Gast. 23 Frauen könne er mit verbundenen Augen an ihrem Fußgeruch erkennen. Die "Bild"-Zeitung titelte am Dienstag: "Hat Gottschalks Stiefel-Schnüffler betrogen?". Doch die eigentliche Frage ist: Wer kann ihm Manipulation nachweisen und will das überhaupt noch irgendwer?

Ist der Schummelvorwurf gar eine PR-Waffe? Ausgewogen fällt auch die Reaktion auf die Vorwürfe aus: "Die Wett-Tests vor der Sendung sind ordnungsgemäß verlaufen, es gab keine Auffälligkeiten, darum erkennen wir keinen Anlass für uns, am korrekten Ablauf der Wette zu zweifeln", sagte der Sprecher.

Zur Strategie gehört auch die Tatsache, dass Schuster für die ZDF- Show "Markus Lanz" angefragt wurde, in der er an diesem Mittwoch noch einmal Gelegenheit haben sollte, seinen guten Riecher zu zeigen - unter strenger Aufsicht natürlich. Doch der bekam dann doch kalte Füße und sagte laute ZDF lieber ab, weil er nicht unter "Rechtfertigungsdruck" stehen wollte. Schade in diesem Fall für Lanz, der sich jetzt als Nachfolger von Johannes B. Kerner an zwei Abenden die Woche bewähren muss: Er hätte vom Sog der Schlagzeilen profitieren können."
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06.10.09 - Frauen am Fußgeruch erkennen - unmöglich sagen Wissenschaftler


Foto: Joerg Koch dpa/lsw (c) dpa - Bildfunk

Die Moderatorin Michelle Hunziker verzieht am Samstag (03.10.09) während der ZDF-Show "Wetten, dass...?" in der Rothaus-Arena in Freiburg bei der Wette "Gummistiefel" das Gesicht, als Wettkandidat Thomas Schuster an einem Stiefel riecht, um durch den Schweissgeruch die Trägerin zu ermitteln. Es war die 183. Ausgabe von "Wetten, dass..?"

Video: Wette "Gummistiefel"

GMX.de, 6. Oktober 09: "Kandidat Thomas Schuster behauptete in der letzten "Wetten, dass..?"-Sendung, dass er getragene Gummistiefel aufgrund des Geruchs den entsprechenden Trägerinnen zuordnen kann. Die Wette gewann er - aber die "Bild"-Zeitung vermutet jetzt, dass nicht alles mit rechten Dingen zuging.

Der Duft für die Wette wurde live in der Sendung produziert: 23 Frauen aus Schusters Dorf trugen die Plastikschuhe 30 Minuten auf Steppern und sorgten so für die benötigten Gerüche. Tatsächlich erschnupperte Schuster vier von fünf Aromen richtig und gewann.


Thomas Gottschalk zieht am 03.10.09 in der 183. ZDF-Sendung "Wetten, dass...?" einer Frau den Gummistiefen vom nackten Fuß um ihn Thomas Schuster zu geben, der während der Wette "Gummistiefel" in den Stiefel hineinriecht, um die Trägerin anhand des Fußgeruchs zu ermitteln.

Die ungewöhnliche Wette wirft für die "Bild"-Zeitung offene Fragen auf: Warum wollte der 47-Jährige immer nur den linken Stiefel? Und warum wurden keine neuen Stiefel verwendet? Wie das Blatt berichtet, sollen die Gummitreter alle verschiedene Krempen (nach innen oder außen) haben, unterschiedlich abgelaufen sein und Kratzer haben. Außerdem seien die eingeprägten Schuhgrößen ertastbar gewesen.

Erinnerte sich Thomas Schuster nur an die Merkmale der Schuhe und gar nicht an die genaue Duftnote? Schließlich brachte der Kandidat sowohl die Damen als auch die Schuhe selbst mit in die Sendung. "Bild" fragte einen Experten, ob Schuster tatsächlich über ein solch feines Riechorgan verfügen könnte.

Christoph Külkens (42), Chefarzt der Hals-Nasen-Ohren-Abteilung der Asklepios Klinik Nord in Hamburg, sagte dem Blatt, dass es praktisch unmöglich sei, die Damen an ihren Ausdünstungen zu erkennen: "Unsere Nase ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht in der Lage, die feinen Unterschiede eines Schweißgeruchs zu erriechen und diesen einer Person zuordnen zu können."


Thomas Gottschalk zieht am 03.10.09 in der 183. ZDF-Sendung "Wetten, dass...?" einer Frau den Gummistiefen vom nackten Fuß um ihn Thomas Schuster zu geben, der während der Wette "Gummistiefel" in den Stiefel hineinriecht, um die Trägerin anhand des Fußgeruchs zu ermitteln.

Das ZDF bekräftigte gegenüber "Bild" jedoch , dass es keine Manipulationen gegeben hat: "Wir haben die Wette und den Kandidaten vorher genau überprüft. Wir gehen davon aus, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist." Am Mittwoch soll der Kandidat jetzt seine Wette bei ZDF-Talker Markus Lanz wiederholen und in der Sendung (23.15 Uhr) beweisen, dass er wirklich so gut riechen kann, wie er behauptet.

Was Thomas Gottschalk in der Sendung nicht erwähnte: Thomas Schuster war schon dreimal Wettkandidat bei "Wetten, dass..?". 2004 wettete er, dass er 30 Jeansmarken an dem Geräusch des Reißverschlusses erkennen kann (Wette gewonnen). Noch im selben Jahr trat er in der Sendung als menschliche Waage auf und behauptete, dass er das Gewicht von fünf Personen bis auf zwei Kilogramm genau bestimmen kann, die sich auf seinen Bauch stellen (Wette verloren)."
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21.08.09 - Burkini Farce
F.A.Z., Seite 7: Viel Wirbel um ein Kunstfaserganzkörperbadekostüm für Musliminnen / Von Friedrich Schmidt

Frankfurt, im August. Nirgends lässt sich das ewige Spannungsfeld zwischen Nacktheit, Hygiene und Moral besser studieren als im Schwimmbad. Einst musste, wer dort ins Wasser wollte, sich mit Miederleibchen, Blusenkitteln, Pumphosen vermummen, um ins kühle Nass vorgelassen zu werden. Hände, Füße und Kopf ragten in vornehmer Blässe aus kratzigen Halbwollstoffen hervor, Männer und Frauen schwammen getrennt. Dann kamen Kriege und Frauenrechte, bequeme Badeanzüge aus Synthetikstoffen und schließlich, Mitte des vergangenen Jahrhunderts, die Krönung der Freizügigkeit diesseits des Nudismus: der Bikini. Je mehr Haut, desto besser, desto freier. Bademeister behaupten, dass das Wasser sauberer bleibt, je weniger Anzug die Badenden am Leibe tragen – auch wenn es etwa beim Bundesverband Öffentliche Bäder heißt, entscheidend für die Hygiene sei es, vor dem Bad zu duschen. Man bestehe seit Jahrzehnten nicht mehr auf der Badekappe und habe auch nichts gegen lange Shorts oder auch den Burkini.

Burkini: Das ist ein Ganzkörper(☛ Burka)badekostüm (☛ Bikini) aus langer Hose, Tunika und schleierartiger Kopfbedeckung aus Kunstfaser, das nur Gesicht, Hände und Füße frei lässt und strenggläubigen Musliminnen (die aus Glaubensgründen die Evolution der Badekultur nicht nachvollziehen können) ungetrübte Badefreuden ermöglichen soll. Erdacht hatte hat es vor einigen Jahren die Australierin libanesischer Abkunft Aheda Zanetti, die zuvor in einer Burka schwimmen gegangen war. Deren Stoffmassen wehrten zwar allfällige Männerblicke ab, aber nicht das Wasser: Wie zehn Tonnen Ziegelsteine auf dem Rücken habe sich das angefühlt, klagte die Erfinderin. Zanettis Burkini wird mittlerweile auch übers Internet verkauft. Doch die 35 Jahre alte Carole, Nachname unbekannt, will ihren Burkini im Urlaub in Dubai erstanden haben. Ende Juli wollte sie in dem Gewand das Schwimmbad im Pariser Vorort Emerainville besuchen. Aber das sah in dem Kunstfaserensemble einen Verstoß gegen die Hygienerichtlinien und wies Carole ab. Weil sie daraufhin ihr Leid klagte und sich sogar bereit zum Martyrium zeigte (sie könne nicht ausschließen, Frankreich zu verlassen, sollte sie den Kampf verlieren), beschreitet der Burkini nun einen medialen Siegeszug weit über Emerainville hinaus.

In Frankreich verteidigten Amts- und Mandatsträger umgehend das Vorgehen der Badeanstalt: Es sei gutes französisches Recht, übermäßig bekleideten Badewilligen den Zutritt zum Becken zu verwehren. Auch potentielle Keimherde wie wallende Bermudahosen und T-Shirts seien schließlich verboten. Ein Abgeordneter der UMP, der Partei von Staatspräsident Sarkozy, sprach von einer „bedauerlichen und untragbaren Provokation“, ein anderer, Bernard Debré, forderte, nun müsse man es aber wirklich per Gesetz verbieten, die Burka zu tragen. Darüber wird seit einer Äußerung Sarkozys Ende Juni vor der Nationalversammlung – „Ich möchte feierlich erklären, dass die Burka in Frankreich nicht erwünscht ist“ – diskutiert. Nur 367 Burka-Trägerinnen zählte der französische Inlandsgeheimdienst. „Trotzdem“ brauche es das Gesetz, befand Debré – der Ganzkörperschleier erniedrige die Trägerin und Passanten. „Das zeigt diese jüngste Burkini-Affäre ganz deutlich“, sagte Debré dieser Tage dem „Figaro“.

Auch in Deutschland polarisiert der Burkini. Die einen sehen in ihm einen Hoffnungsträger der Integration – und erfahren dabei Rückendeckung aus der Rechtsprechung. Noch 1993 hatte das Bundesverwaltungsgericht ein Mädchen vom Schwimmunterricht befreien lassen, weil es dort „keine zumutbare Möglichkeit“ habe, „ihre ,Blöße‘ im Sinne der Bekleidungsvorschriften des Korans fremden Dritten zu verbergen“. Im Mai dieses Jahres nun entschied das Oberverwaltungsgericht Münster, dass eine muslimische Grundschülerin, deren Eltern die Neunjährige aus religiösen Gründen „vor sexuellen Versuchungen bewahren“ wollten, am Schwimmunterricht teilnehmen muss: Es sei auch in Deutschland nicht ungewöhnlich, dass Musliminnen beim Schwimmen einen Burkini trügen. So könne man den „im Einzelfall auftretenden Glaubenskonflikt ohne Trennung der Geschlechter und ohne Befreiung bewältigen“. Andere bekämpfen den Burkini als „Ganzkörperkondom“ (Necla Kelek) und mahnen, sollte er zugelassen werden, würden sich muslimische Frauen bald nur noch in einem solchen Badeanzug in Schwimmbäder trauen.

In den „Haus- und Badeordnungen“ der Schwimmhallen wird meist auf „gängiger“, „ordentlicher“, „herkömmlicher“ oder „handelsüblicher Badebekleidung“ bestanden. In Berlins städtischen Bäder-Betrieben etwa wird der Burkini nach Auskunft eines Sprechers nur „toleriert“. Dabei lief dort vor kurzem in zwei Bädern ein „Testbetrieb“, mit dem die Auswirkung von Burkini-Badenden auf Wasserqualität und Verkehrsfluss auf den Beckenbahnen (wo wallendes Gewebe womöglich die Schwimmer stören könnte) untersucht werden sollte, mit der Option, ihn hernach generell zuzulassen. Der Versuch wurde ergebnislos abgebrochen – kaum eine Frau sei im Ganzkörperbadeanzug gekommen. Grund seien wohl die Frauen vorbehaltenen Schwimmzeiten, die den Burkini entbehrlich machten. Fast wie früher – nur ohne Mieder und Badeblusen.
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24.07.09: Füße schwitzen und sollen das sogar

F.A.Z., Schachkolumne, Seite 8: "Dabei dürfen sie nicht übertreiben, weil dann, meistens unter einem lausigen Vorwand, viele erotische Ansprechpartner das Zimmer verlassen. Totale Trockenheit empfiehlt sich ebensowenig, denn der Fuß braucht Bodenhaftung, zwar keinen Klettverschluss, wohl aber ein unauffälliges Bindemittel zwischen eigener Sohle und Sandale. Während der Sparstrumpf den Vorteil hat, nicht alle Augenblicke gewaschen werden zu müssen, erzeugen Strümpfe und Schuhe, vor allem passende, ein Mikroklima, das abends nach Klimawandel schreit. Naturburschen und deren Begleiterinnen, für die der Feminismus noch keine präzise Bezeichnung geliefert hat, gehen folglich gern barfuß durchs Leben. Aber wo?


Sand unter den Sohlen spüren - beim gemeinsamen "Barfußtag im Grunewald" von Barfuß-Initiative Berlin-Brandenburg und Ökowerk Berlin am 16.09.07. Foto: Johannes Kathol mehr...

Großstädter werden jetzt den Wald vorschlagen. Sie haben keine Ahnung. Mit seinen spitzen Steinen, spitzen Zweigen, spitzen Kleintieren und anstößigen Wurzeln ist der Waldboden menschenfeindlich und duldet weder Barfußjäger noch Barfußforstwirte. Es böte sich die Wiese an, besser der gemähte, von schönen Blumen gesäuberte Rasen, doch ist er in der Regel Privateigentum, und zwar fremdes, dazu umzäuntes, ja abgesperrtes. Deshalb und weil die Menschheit sich zurzeit enthemmt, tritt bei uns der Barfußstädter auf, ganz unten ohne auch die Städterin, auf und hinein, und das in alles Mögliche. Hier zügelt der Schachfreund seine Phantasie und sagt nur so viel, dass er an Schachbretter gewöhnt ist, die frei von Staub, Ölspuren und anderem Bodenbelag.


Eva aus Hannover spazierte am 30.07.08 barfüßig mit ihrer Familie unter den Linden. Foto: Johannes Kathol mehr...

Ihrerseits gestatten Barfußstädterinnen Einblicke in die solide Schwärze ihrer Fußsohlen. Da es nun einfach nicht wahr ist, dass besagter Schachfreund die Nase nur in Eröffnungsliteratur steckt, er vielmehr dann und wann auch in offenherzigen Werken schmökert, kennt er die abartige These, die Unsauberkeit des  Beinfortsatzes erhöhe den erotischen Reiz. Sei dem, wie ihm sei, der schuhfreie Gang schmälert ihn. Natürlichkeit ist nämlich nicht sexy, was das Alte Testament von jeher wusste, belehrt es uns doch über die ursprüngliche Unschuld zweier Nackedeis. Eva schritt platsch, platsch durchs Paradies, was Adam kühl ließ, alte Chinesen aber bewog, jungen weiblichen Füßen so lange Zwang anzutun, bis sie nur noch verführerisch trippeln konnten.

Schön wäre es nun, die Großstadtzehen der Reihe nach zu würdigen, die langstieligen zuerst, dann die winzigen, fast nagellosen und schließlich die vier, die mit der großen Zehe nicht Gemeinschaft pflegen, sondern zu ihr auf Distanz gehen. Schön schon, doch muss jetzt jene schwarze Dame betrachtet werden, die in Schweden ihrem König gern geholfen hätte, dies aber nicht einmal in Trippelschritten schaffte."    28.06.07: Antje am Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Johannes Kathol
Roswin Finkenzeller
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La Tomatina, die größte Tomatenschlacht der Welt
Tag ein Tag aus geht es in dem kleinen Bergdörfchen Buñol in der spanischen Region Valencia sehr beschaulich zu. Doch was am Mittwoch der letzten  Augustwoche in der 10.000-Seelen-Gemeinde los ist, muss man mit eigenen Augen gesehen haben. Was hier passiert, übersteigt die Vorstellungskraft eines Normalbürgers bei Weitem.

Die Tomatina ist nichts anderes als eine Tomatenschlacht. Gleichzeitig gilt sie als Höhepunkt des Stadt- und Volksfestes zu Ehren des Stadtpatrons San Luis Bertrán. Eingeleitet und beendet wird das irrsinnige Treiben, das immer an einem Mittwoch stattfindet, jeweils von einem Böllerschuss. In der Zeit dazwischen bewerfen sich die bis zu 40.000 Personen aus aller Welt auf dem Dorfplatz mit dem Nachtschattengewächs. Weit über 100.000 Tonnen der roten Frucht werden so als Wurfgeschoss missbraucht.

 

Nach dem zweiten Signal-Knall beginnt die traditionelle Reinigung der Stadt. Nun spritzen die Feuerwehrleute Schlachtfeld und Teilnehmer mit ihren Wasserschläuchen ab und Buñol verwandelt sich kurzfristig in eine riesige Tomatensuppenschüssel. (Text: Spanien-ABC, mehr...)

Die Tomatina fand erstmals in den 1940er Jahren statt. Die Tomatenschlacht wurde einfach zum Spaß erfunden; sie hat weder einen religiösen noch einen politischen Hintergrund. Genaues weiß aber angeblich niemand mehr. Eine Version besagt z.B., dass Passanten einen Straßenmusiker mit Tomaten bewarfen und dieser prompt auf die einzig richtige Weise reagierte. Er warf zurück. Eine andere Version bezieht sich auf einen Nachbarschaftsstreit. Es kursiert auch eine Variante, nach der es bei einer Anti-Franco-Demonstration zur ersten Schlacht kam, was wiederum den nichtpolitischen Hintergrund widerlegen würde. Weiters wird berichtet, dass Anwohner während einer Prozession zu Ehren des Stadtvaters in ein Handgemenge gerieten. (Text: Wikipedia)

Mittlerweile ist das wohl verrückteste Fest Spaniens weltbekannt und erfreut sich internationaler Beliebtheit. Jahr für Jahr strömen nicht nur Teilnehmer und Zuschauer nach Buñol, auch viele Fernsehkameras übertragen den Wahnsinn. Wer mitma(ts)chen will, sollte sich allerdings an ein paar Regeln halten, damit die Tomatina weiterhin ungefährlich und ohne große Zwischenfälle über die Bühne gehen kann. (Text: Spanien-ABC, mehr...)

mehr Fotos, Homepage: La Tomatina, Valencia Tourist Travel
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12.06.09: „Lasst Monsanto am besten gar nicht erst nach Deutschland! Man kann bei uns sehen, dass die nur Schwierigkeiten machen.“ Von Roland Lindner
FAZ.net: "Der US-Amerikanische Farmer David Runyon hat die Kontroverse über den Monsanto-Genmais in Deutschland von Indiana aus mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Nach seiner Meinung sollten die Deutschen nicht nur wegen der Geschäftspraktiken von Monsanto misstrauisch sein, sondern sich fragen, ob sie überhaupt Gentechnik wollen: 'Wo ist die Notwendigkeit, an eurer Landwirtschaft etwas zu ändern?'

Runyon will mit Monsanto nie wieder etwas zu tun haben – und offenbar ist es umgekehrt genauso. Er steht nämlich auf einer „Blacklist“ von Bauern aus ganz Amerika, die Monsanto vom Kauf seiner Produkte ausgeschlossen hat – 'als ob ich ihre Saat überhaupt wollte', sagt er bissig. Die sechsseitige Liste zeigt Runyon gerne her, 'da ist er sogar ziemlich stolz drauf', sagt seine Frau Dawn... Am Eingang seines Grundstücks hat er zwei Schilder befestigt, die alles andere als einladend sind. 'Unbefugter Zutritt verboten' steht auf dem einen, 'Zutritt nur nach Anmeldung' auf dem anderen.

 
Besuch von den Herren mit Hüten: Troy Roush vor seiner Farm in Van Buren in Indiana. © Roland Lindner

Der Besuch kam ohne Vorwarnung, und die schwarze Visitenkarte hätte David Runyon gleich misstrauisch machen müssen. Es war ein Abend im Juli vor fünf Jahren, als ein dunkler Geländewagen auf dem Grundstück des Bauern in einem entlegenen Fleck des amerikanischen Bundesstaats Indiana auftauchte. Zwei Männer mit Anzug und Krawatte stiegen aus und klopften an die Tür..." weiterlesen
Siehe auch: Niederlage für Monsanto: Gericht bestätigt Genmais-Verbot (FAZ.net vom 05.05.09)
Zu diesem Thema siehe auch BASF nimmt in Brüssel weitere Hürde für Genkartoffel Amflora (FAZ.net vom 12.06.09)
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12.06.09: „Kullervos Füße“ von Baselitz, 1967, erzielten 68.000 Euro in der Villa Grisebach in Berlin

   Kullervos Füße, 1967. Kohle, Rötel und Bleistift auf Bütten. 48,9 x 28 cm. Georg Baselitz -
   Deutschbaselitz/Sachsen 1938 – lebt bei München

"Barfüßig steht der „Held“ in einer wüsten, kriegszerstörten Landschaft und wird begleitet von dem Hund zu seinen Füßen. Ungewöhnlich für die Zeichnungen zum „Neuen Typ“ ist die ausdrucksvolle Gestik der Arme: Der übergroße Kopf bekommt durch den rechten Unterarm eine Stütze und schmiegt sich in die Hand, der linke Arm hängt herab, und die abgetrennte Hand liegt auf dem männlichen Glied. In dieser Haltung wirkt der „Held“ wie ein verstörter Überlebender der Katastrophe, darüber nachsinnend, welches Schicksal ihn in diese merkwürdige Umgebung verschlagen hat. Unter seiner weiblichen Brust kann man einen Vogel erkennen, der in die Brust zu picken scheint. Damit wird ein Opfermotiv der christlichen Kunst angedeutet: Nach der Legende nährt der Pelikan seine Jungen mit dem Blut aus seiner aufgerissenen Brust..." Beschreibung von Günther Gercken, Lütjensee, weiterlesen...
Siehe auch: Frühjahrsauktionen - Wenn die Nacht zum Tag wird
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12.06.09: Französische Richter verwerfen Internet-Sperren

mic. PARIS, 11. Juni. Frankreich wird nicht wie beabsichtigt Raubkopierern per Behördenbeschluss den Internetzugang sperren können. Das hat der französische Verfassungsrat entschieden und das von Präsident Sarkozy favorisierte „3 strikes out“-Modell für verfassungswidrig erklärt. Vorgesehen war, Internetpiraten nach zwei Verwarnungen beim dritten Verstoß ohne richterlichen Beschluss den Zugang zum Internet zu sperren. Der Verfassungsrat hat bei der Prüfung des entsprechenden Gesetzes hingegen befunden, die Sanktion sei so schwerwiegend, dass sie nur von einem Richter verhängt werden könne. Das Internet habe eine „hohe Bedeutung für die Mitwirkung am demokratischen Leben und der Äußerung von Ideen und Meinungen“ gewonnen, dass eine Netzsperre einen Verstoß gegen die Menschenrechtserklärung von 1789 darstelle, argumentierten die „Weisen“ des Verfassungsrates. Die Regierung will dennoch an dem im zweiten Anlauf Mitte Mai vom Parlament verabschiedeten Gesetz festhalten. Kulturministerin Christine Albanel kündigte an, sie wolle das Gesetz ändern lassen. So soll die Entscheidung über Internetsperren einem Richter überlassen werden, die Verwarnungen sollen allerdings von der neuen „Hohen Behörde für die Verbreitung geistigen Eigentums und Rechtsschutz im Internet“ (Hadopi) versandt werden.

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12.06.2009 Seite 4
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14.05.09 - "Sexuelle Energie aus der Eiszeithöhle
Da sind die Steinzeitforscher aber sprachlos: In Schwaben wurde die bislang früheste Skulptur der Menschheit entdeckt. Aber sie zeigt kein Jagdtier und kein Fabelwesen - sondern eine Frau."


Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Die Venus vom Hohle Fels ist nicht gänzlich unbekleidet, wie es scheint, dafür mit einer kleinen Öse anstatt eines Kopfes versehen. Foto: H. Jensen/Univers. Tübingen

Das gerade einmal sechs Zentimeter hohe Elfenbeinfigürchen zeigt eine Frau, zwar ohne Kopf und Füße, dafür mit einer vollständig erhaltenen Öse, die das Stück als Anhänger ausweist – und sehr betonten Geschlechtsmerkmalen. „Das Stück ist aufgeladen mit sexueller Energie“, sagt Nicholas Conard, der Autor des „Nature“- Artikels. Ansonsten räumt der Archäologe und Professor für Urgeschichte an der Universität Tübingen ein, ziemlich sprachlos zu sein angesichts dieser Figurine, auf die sein Grabungsteam im September vergangenen Jahres im „Hohle Fels“ stieß, einer Höhle am Ufer der Aach in der Schwäbischen Alb, unweit von Blaubeuren. In drei Meter Tiefe lag sie, in sechs Teile zerbrochen und in einer offenbar ungestörten Schicht, in der auch Tierknochen lagen, offenbar Speisereste. Mit Hilfe der Radiocarbonmethode hat man ihr Alter auf mehr als 35 000 Kalenderjahre geschätzt.

Dieses Alter ist einer der Gründe, warum es sich bei dem Fund tatsächlich um eine veritable Sensation handelt. Denn natürlich kommt einem das Sujet bekannt vor. Üppige Weiblichkeit unter Vernachlässigung von Gesicht und Füßen war ein beliebtes Motiv der sogenannte Gravettien-Kultur, die einst in ganz Europa von den Pyrenäen bis südlich von Moskau ihre Spuren hinterließ, bevor die Kälte am Höhepunkt der letzten Eiszeit ihr ein Ende bereitete. Die berühmte „Venus von Willendorf“ aus Österreich ist die vielleicht bekannteste – aber bei weitem nicht die einzige – Zeugin der eiszeitlichen Vorliebe für Damen mit katastrophalem Body-Mass-Index. Doch zwischen ihr und der jetzt entdeckten „Venus vom Hohle Fels“ liegen archäologisch Welten – und mindestens 10 000 Jahre.

Die schwäbische Figurine gehört einer älteren Kulturstufe an, dem sogenannten Aurignacien, mit dem es Besonderes auf sich hat. Das Aurignacien begann vor etwa 40 000 Jahren, augenscheinlich mit dem ersten Vordringen des Homo sapiens nach Mitteleuropa, das bis dahin nur vom Neandertaler besiedelt gewesen war. Die Menschen des Aurignacien waren die ersten, die nachweislich Kunstwerke anfertigten. Weder für Neandertaler noch für frühere Vertreter des Homo sapiens in Afrika oder der Levante lässt sich dergleichen nachweisen. Erst in Europa scheint der Mensch schöpferisch geworden zu sein und hat dabei gerade in den Höhlen der Schwäbischen Alb allerhand hinterlassen: kleine elfenbeinerne Mammuts, Pferde oder Vögel, aber auch menschliche Leiber mit Löwenköpfen – und wie Flöten aus Knochen und Mammutzahn bezeugen, erschöpfte sich der Kunstsinn der aurignacienzeitlichen Schwaben keineswegs im Optischen." zum Artikel (für FAZ e-paper-Leser)
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06. April 2009: „Leben, lieben, lügen: Corinna Harfouch spielt in Stuttgart Inoues 'Jagdgewehr' - barfuß


Corinna Harfouch © Cecilia.Glaesker - Schauspiel Stuttgart

Auf dem schwarzen Bühnenboden des Stuttgarter Kammertheaters liegen nebeneinander drei weiße Matten. Auf jeder von ihr hat ein ganzes Leben Platz. Jedes Leben in einen Brief gefasst. Drei Abschiedsbriefe von drei Frauen. An einen Mann. Die eine Frau hat er geheiratet, die zweite geliebt, die dritte, die Tochter der Geliebten, beonkelt. ...


© Cecilia.Glaesker - Schauspiel Stuttgart

Man könnte nun einwenden, dass es genügte, sie zu lesen, und Inoues Novelle ist so wunderkalt, dass sie auch heißere Zeiten unversehrt überdauert. Man könnte finden, dass man dazu nicht ins Theater müsste. Aber dann stellt sich die Schauspielerin Corinna Harfouch auf die erste weiße Matte, ganz rechts. Sie ist barfuß, trägt ein kurzes, einfaches, malvenfarbiges Kleid und dreht nervös ein kleines Plüschspielzeug in den Händen. Sie spricht, spielt, lebt den Brief der Tochter der Geliebten des Mannes vor, die am Tag, als ihre Mutter starb, deren Beziehung zum Jäger entdeckt. ...


© Cecilia.Glaesker - Schauspiel Stuttgart


Dann wäscht sie sich hinten an einem Tisch sozusagen die junge Frau ab, tunkt ihr Gesicht in Wasser, reinigt ihre Füße und setzt sich auf der mittleren Matte auf einen Schemel, von dem herab sie leise, sarkastisch, mit unendlicher Nüchternheit, aber unter den Schmerzen, die von scharfkantigen Ehebruchstücken in ihre Seele geritzt wurden, den Brief der Ehefrau des Jägers vorlebt, vorbebt. ...

Am Ende, auf der dritten Matte ganz links, nachdem sie sich auch gleichsam die zweite Frau abgewaschen hatte, kauert sie und streicht ... über den Brief der Geliebten des Jägers ... So zeigt Corinna Harfouch drei Frauen einer Person. Das kann man nicht lesen. Das muss man gesehen haben. GERHARD STADELMAIER


© Cecilia.Glaesker - Schauspiel Stuttgart

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 06.04.2009 Seite 33 gekürzt, zum Artikel...
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20. Jan. 2009: Man kann Tabak als Einstiegsdroge bezeichnen

"Die Zahl der rauchenden Kinder und Jugendlichen in Deutschland nimmt langsam aber stetig ab, sie liegt derzeit bei 20%. Die Zahlen in Brandenburg sind dazu gegenläufig. Sie liegen hier bei 35% und somit 75% höher als im Bundesdurchschnitt.

An den unmittelbaren Folgen von Tabakkonsum sterben jährlich 140.0000 Tausend Menschen. Das sind täglich 380 Menschen. An den Folgen von Tabakkonsum sterben somit mehr Menschen, als an den Folgen von Alkohol, Verkehrsunfällen, Aids, Mord und Selbstmord zusammen.

Zudem ist nachgewiesen, dass der frühe Tabakkonsum die Hemmschwelle für den Gebrauch von Alkohol und harten Drogen enorm senkt. Man kann somit Tabak als Einstiegsdroge bezeichnen. Aus diesen Gründen legen wir in unserer Präventionsarbeit den Schwerpunkt auf die Tabakprävention.

Alkohol: Unser zweiter Schwerpunkt liegt bei der Alkoholprävention. Das Suchtpotential von Alkohol liegt um ein Vielfaches unter dem von Tabak. An den unmittelbaren Folgen von Alkohol sterben jährlich ca. 40.000 Menschen. Die Gefahren von Alkoholkonsum bei Kinder und Jugendlichen liegen dabei aber nicht in erster Linie in der drohenden Abhängigkeit, sondern in der Gefahr, Opfer von
• Verkehrsunfällen und sonstigen Unfällen
• sexuellen Übergriffen (insbesondere bei Mädchen) und
• Gewalttaten zu werden"

Nicola Alcaide, salus klinik Lindow, überregionale Suchtpräventionsfachkraft
E-Mail: alcaide@salus-lindow.de
Internet: www.salus-praevention.de

Die überregionale Suchtpräventionsfachstelle ist eine Initiative der salus klinik Lindow. Die Klinik verfügt über eine Suchtabteilung für die Entwöhnungsbehandlung von Alkohol- und Medika-mentenabhängigkeit und über eine Psychosomatikabteilung. Seit Oktober 2005 ist die Suchtpräventionsfachstelle an die salus klinik Lindow angebunden und wird finanziell unterstützt vom Land Brandenburg.
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27. Sept 08: "Feuchtgebiete" inszeniert

welt.de: Im "neuen theater" in Halle/Saale wird "Feuchtgebiete", der Roman von Charlotte Roche als Bühnenstück umgesetzt. Bei der Inszenierung des Buches gab es nackte Haut, aber keine komplette Nacktheit und keine anstößigen Szenen zu sehen.


Foto: DDP

Insgesamt sieben Schauspieler stellen die Ideen und Praktiken der Heldin dar. In der Vorlage erkundet die achtzehnjährige Helen ihre eigenen Körperöffnungen und Körperflüssigkeiten.


Foto: DDP

Die drastischen Szenen haben zahlreiche Leser schockiert und zugleich fasziniert. Das Buch ist inzwischen mehr als eine Million mal verkauft worden und Charlotte Roche schreibt an einem zweiten Werk.


Foto: DDP
Text und Bildmaterial: welt.de (weitere Fotos). Hintergrund im Focus
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"Einigkeit und Recht und Freizeit"
Kinder sangen die deutsche Nationalhymne während der Quiz-Sendung mit dem Titel „Wie deutsch bist du wirklich?“, Donnerstag, 4. Sept. 08, ARD, 20:15 Uhr.

FAZ.NET-Fernsehkritik - 5. Sept. 2008 Es war wohl nur ein fixer Gedanke, dass der unlängst eingeführte Einbürgerungstest durchaus auch als Ausbürgerungstest herhalten könnte. Aber immerhin. Der Gedanke war da, von Anfang an, und er hat weiterhin seinen Reiz - zumindest aus Sicht jener Vordenker der Fernsehzunft, denen das Öffentlich-Rechtliche am Donnerstag abend eine Quiz-Sendung mit dem Titel „Wie deutsch bist du wirklich?“ zu verdanken hatte.

33 aus 310. Nur hätte man ein solches Unterfangen unter einigermaßen realen Bedingungen versuchen müssen, vielleicht nicht zwangsläufig mit Volkshochschulambiente und 25 Euro Testgebühr, dafür aber mit 33 Fragen, wie sie auch im echten Einbürgerungstest aus einem insgesamt 310 Fragen umfassenden, vom Berliner „Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen“ entwickelten Fragenkatalog ausgewählt worden wären.
Statt dessen waren neunzig, am Ende gar 120 Minuten mit einem Moderator zu verbringen, dem ohne erkennbaren Grund eine Mischung aus echten Einbürgerungs- und neu erdachten Staatskundefragen in die Hand gedrückt worden waren, mit einigen Kindern, die Laubsäge-Arbeiten zeigten oder die Nationalhymne sangen („Einigkeit und Recht und Freizeit“), mit einer Fernsehköchin, die deutsche Spezialitäten in die Kamera hielt. Und mit einem prominenten Rateteam, bei dem sich alle konsequent dem Spaß verweigerten - mit Ausnahme des kunterbunten Mattscheiben-Stammgastes Claudia Roth, natürlich, die sich glucksend, stöhnend, grinsend und dauerklatschend in den Vordergrund drängte, wo dies nur möglich war. Also eigentlich immer.
Bis auch Frau Roth ins Schleudern geriet. Bei einer Frage zur Mülltrennung. Ausgerechnet. Aber vielleicht sollte man das nicht so eng sehen. Erstens sind nicht einmal die offiziellen Einbürgerungsfragen überlebenswichtig („Welches Land hat eine Grenze zu Deutschland? Italien, Ungarn, Belgien oder ... Jugoslawien“). Zweitens hatte Frau Roth zuvor Spezialwissen bewiesen: Im Land der Verbote darf man noch immer barfuß Auto fahren. Und drittens lagen ja selbst die 45 Lehrer im Saal, die sich gemeinsam mit 45 Bürgermeistern, 45 „Pass-Anwärtern“ und 45 Schülern dem Test stellen wollten, gelegentlich daneben. mehr...
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Die Arme Sau - eine WDR-Dokumentation über Genfood - 44 Min.
In drei unauffälligen Aktenordnern schlummert brisantes Material - ein Patentantrag auf Schweine. Genforscher des großen amerikanischen Biotechnologie-Konzerns Monsanto haben bestimmte Abschnitte des Erbgutes der Schweine entschlüsselt und beschrieben. Diese sollen nun weltweit per Patent geschützt werden. Im Falle einer Erteilung wäre Schweinezucht nur noch mit der Genehmigung des Konzerns möglich.

Das alarmiert die deutschen Züchter. die story folgt einem deutschehn Schweinezüchter auf seinem Weg durch deutsche Schweineställe. Mit DNA-Tests will er beweisen, dass in den Patentanträgen keine Erfindungen stehen, sondern dass hier ein Teil Natur, nämlich das ganz normale Schwein, in die Hände einer einzigen Firma fallen soll. Würde das Patent genehmigt, müssten Bauern für jedes Schwein, das diese Genmarker trägt, Geld an Monsanto überweisen.

Bei Futtermitteln, wie z.B. dem Genmais, ist das längst der Fall. Aber es ist nicht nur die Frage des Geldes, sondern auch die Frage, welche Risiken diese Nahrungsmittel für den Verbraucher haben. In Amerika gibt es bereits Fälle von Unfruchtbarkeit bei Tieren, die mit dem entsprechenden Genmais gefüttert wurden. Was geschieht mit dem Menschen, wenn er das Schwein isst? Die Prognose von deutschen Genforschern lautet: Kleine Züchter werden wohl bald aufgeben müssen, weil weltweit nur noch ein paar große Konzerne im Wettstreit um ein marktgerechtes Schwein erfolgreich sein werden. zum Fernsehbeitrag
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