Stadtfühlung auf historischem Boden Berlins
Mittwoch, 30. Juli 2008

Heute traf ich Peter vom gemeinsamen Freundeskreis am Brandenburger Tor. Wir ließen unsere Füße bei angenehm warmen Temperaturen und bedecktem Himmel historisches Areal fühlen: Unter den Linden, Friedrichstraße, Gendarmenmarkt, Hausvogteiplatz, Schlossplatz, Lustgarten, Hackescher Markt. Während der folgenden drei Stunden begegneten wir drei barfüßigen Frauen, die natürlich ausnahmslos von mir auf ihre Barfüßigkeit und auf unsere Initiative angesprochen wurden, teilweise mit Erinnerungsfoto.


Barfuß vor dem Kanzleramt, 30. Juli 2008. Auf dem Weg vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor

 
Schon nach ein paar Metern lief uns vor der Russischen Botschaft Eva aus Hannover voraus, die sich mit Mann und Kind über die "Linden" und ihre Schuhe in der Hand spazierenführte. Sie ließ sich zu ein paar Fotos überreden zum Beweis, dass Barfußlaufen in Berlin keineswegs direkt in die Notaufnahme der Charité führt:

Am Hausvogteiplatz ließen wir uns im Coffeeshop nieder und informierten uns über die Vorgeschichte dieses Stadtraumes. Außer unseren völlig unbekleideten Füßen wurden dort noch viele andere nackte Füße auf dünnen Kunsstoffsohlen unter den Tischen abgestellt.

Am Hackeschen Markt lief uns noch eine etwa 20-Jährige aus Aschaffenburg barfüßig über den Weg, ihre Schuhe trug sie aufgrund von Blasen nicht an den Füßen sondern in der Hand. Kurz bevor wir die S-Bahn enterten, der Peter am S-Bhf. Friedrichstraße schon wieder entstieg und die mich zum Hauptbahnhof brachte, trafen wir noch zwei junge Dreadlock-Frauen aus Kassel, eine von beiden baren Fußes durch Berlin unterwegs - ihre Schuhe waren weit und breit nicht zu sehen.

Im immer wieder faszinierenden Hauptbahnhof wechselte ich den Zug und war 13 min. später bereits wieder in Falkensee (für die Strecke benötigt der Autofahrer um diese Zeit ezwa 60 min.). Die nächste Barfußfühlung mit Peter ist schon für Dienstagvormittag vereinbart, wieder durch eine Hauptstadt, eine kleinere ganz in der Nähe. Das München Brandenburgs: Postdam mit der unachahmlich familiären Atmosphäre.

Johannes