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Taekwondo im Olympia-TV
Vom 9. bis 24. August berichten ARD und ZDF in ihren 4 Digitalprogrammen - EinsPlus (ARD), ZDFinfokanal, ZDFdokukanal und EinsFestival (ARD) - täglich
zweimal acht Stunden und zweimal zwölf Stunden von den Olympischen Spielen in Peking. Ein Schwerpunkt in der Berichterstattung von Taekwondo konnte nicht erkannt werden.
Ergebnisse, Regeln, Geschichte...
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Kampfsport. Barfuß. Schnelligkeit. Kraft und Dynamik.
Taekwondo ist ein System der waffenlosen Selbstverteidigung, dessen Ursprungsland Korea ist.
Taekwondo läßt sich als Kampfkunst interpretieren, deren System von variationsreichen Techniken mit allen Teilen der Hände, Arme, Beine und Füße erlernt wird und die damit in erster Linie der Persönlichkeitsentfaltung des einzelnen dient. Taekwondo bedeutet wörtlich übersetzt: Weg des Fußes und der Hand.
Text: www.taekwondo.de
Foto: Taekwondo WSG Swarovski Wattens
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Deutsches Team
Zu viert nach Peking
Für Peking sind vier Taekwondo-Kämpfer nominiert, in der letzten Runde noch Helena Fromm. Es gibt 2 Qualifikationsturniere, bei denen die jeweils 3 Erstplatzierten jeder Gewichtsklasse einen Quotenplatz für ihr Land erkämpfen. Jede Nation darf nur vier Athleten zwei Herren und zwei Damen an den Start schicken, die sich zunächst über ein Turnier auf Welt- oder auf Europaebene qualifizieren müssen. Wer das schafft, kann sich dann aber auch berechtigte Medaillenhoffnungen machen. (Text: Daniel Manz)

Sie haben's geschafft: Daniel Manz, Levent Tuncat, Helena Fromm, Sümeyye Gülec. Foto: Daniel Manz
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Gewichtsklasse bis 49 kg: Sümeyye Gülec, 18 (Nürnberg).
Sie gehört zu den Besten der Welt, aber noch zu den Unbekannten des olympischen Sports. Bei den Frauen könnte Sümmeye Gülec wie schon bei der WM 2005 überraschen, als sie im Alter von 15 Jahren Dritte wurde. Ihre bisher größten Erfolge sind die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2005 und die Goldmedaille bei den Europameisterschaften 2008, sowie die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2008.
Sümeyye Gülec begann mit Taekwondo im Alter von fünf Jahren im Nürnberger Verein ihres Onkels Özer Gülec. Auch heute startet sie noch für ihren Heimatverein TKD Özer, trainiert aber die meiste Zeit unter Damen-Bundestrainer Markus Kohlöffel. Seit 2007 ist sie als Sportsoldatin bei der Bundeswehr tätig.
Ihren ersten internationalen Auftritt hatte sie bei den Jugend-Europameisterschaften 2003 in Athen, der sie in der Klasse bis 42 kg den 5. Platz belegte. Ein Jahr später nahm sie an den Jugend-Weltmeisterschaften in Südkorea teil ohne die vorderen Ränge zu erreichen. Der erste Saisonhöhepunkt 2005 war die Jugend-EM in Baku. Dort kämpfte sie in der Klasse bis 46 kg und gewann Bronze. Kurz darauf trat sie mit 15 Jahren das erstemal bei einer Taekwondo-Weltmeisterschaft der Senioren an. Dort kämpfte sich Gülec in der Klasse bis 47 kg sensationell bis ins Halbfinale vor und verlor nach 2:0 Führung noch mit 2:3 gegen die spätere Weltmeisterin Belen Asensio aus Spanien. Das reichte jedoch zum Gewinn der Bronzemedaille. Am Ende des Jahres konnte sie bei den Europameisterschaften in Riga erneut die Bronzemedaille gewinnen.
2006 gewann sie die Belgien Open und wurde Zweite bei den German Open. Außerdem gewann sie nach fünf Deutschen Jugend- und Juniorentiteln erstmals die Deutschen Meisterschaften der Damen. Bei der Jugend-WM in Vietnam konnte sie keine herausragenden Ergebnisse erzielen. 2007 wurde sie erneut Deutsche Meisterin und gewann die German Open, die Trelleborg Open und die US Open. Bei der WM in Peking schied sie in der zweiten Runde aus.
Anfang 2008 löste Sümeyye Gülec das Olympiaticket durch einen dritten Platz bei der
europäischen Olympiaqualifikation in Istanbul. Damit ist sie eine von nur vier deutschen Taekwondo-Kämpfern bei den Olympischen Spielen 2008. Bei den darauf folgenden Europameisterschaften in Rom konnte sie das erste Mal bei einer großen, internationalen Meisterschaft ganz oben auf dem Podest stehen. Durch einen Finalsieg über die Türkin Kadriye Selimoglu gewann sie die Goldmedaile und verhalf der deutschen Mannschaft zum zweiten Platz im Medaillenspiegel. Kurze Zeit später belegte sie den 3. Platz bei den Militär-Weltmeisterschaften in Seoul. (Wikipedia)
Links: Die Bundeswehrsoldatin der Sportfördergruppe, Obergefreiter Sümeyye Gülec. mehr... (Foto: Bundeswehr)
Sümeyye Gülec, Daten
Sümeyye Gülec: Fotos
Homepage
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Gewichtsklasse bis 67 kg: Helena Fromm, (Oeventrop),
Jahrgang 1987, wurde in Arnsberg geboren. Die frisch gebackene Abiturientin hat als einzige Deutsche bei der Taekwondo-WM 2007 in Peking eine Medaille gesichert. In der Klasse bis 67 kg bezwang sie die Isländerin Audur Anna Jonsdottir, die Kubanerin Taimi Castellanos Estrada und die Japanerin Yoriko Okamoto. Nach der Halbfinal-Niederlage gegen die spätere Weltmeisterin Hwang Kyung-Seong aus Südkorea blieb ihr dann immerhin Bronze.
Helena Fromm, Bilder

Helena hat mit 11 Jahren im Budo-Verein Oeventrop angefangen. Mittlerweile trainiert sie im TKD Center Iserlohn bei Carlos Esteves. "Als ich 1996 als kleines Mädchen angefangen habe, haben mich diese schnellen Tritte begeistert und mit was für einer Leichtigkeit die Älteren zum Kopf treten konnten. Das wollte ich auch können", erzählt Helena. Neben Ausdauer- und Krafttraining absolviert sie täglich 2 Stunden TKD-Training. "Nach so einem harten Training weiß man, was man alles getan hat und kann mit einem guten Gefühl auf den an-stehenden Wettkampf fahren." Was war ihr bestes Taekwondo-Erlebnis? "Das war die Jugend-WM 2004. Wir hatten ein super gutes Team, wo alles gepasst hat. Bereits im Trainings-lager in Korea hat sich das Team richtig kennen gelernt, sodass eine tolle Stimmung herrschte. Letztendlich hat auch der Erfolg gestimmt, was die WM unvergesslich macht." Helena Fromm hebelt bei der Taekwondo-WM 2007 in Peking
Auch für sie bleibt neben hartem Training kaum Zeit übrig für andere Dinge. "Wenn mal Zeit ist, gehe ich gern mit Freuden shoppen oder ins Cafe, um über die neusten Dinge zu tratschen", so Helena. Der größte Wunsch in ihrem jungen Athletenleben: sich für die Olympiade 2008 in Peking zu qualifizieren. Und natürlich gesund zu bleiben. (Text: NWTU) Vor einem halben Jahr holte Helena Fromm eine schwere Knieverletzung auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen von den Beinen. Nun meldete sich die WM-Dritte von 2007 mit ihrem ersten EM-Gold imposant zurück. Das Comeback der 20-jährigen Kämpferin beeindruckte auch die rund 3.800 geförderten Athleten, die Helena Fromm zur "Sportlerin des Monats" April wählten. (Text: DOSB)
Helena Fromm, Daten
Helena Fromm, Homepage
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Gewichtsklasse bis 68 kg: Daniel Manz (Friedrichshafen),
Jahrgang 1987, wurde in Kempten geboren. Der Träger des 2. Dan ist Sportler des Jahres 2007, siebenfacher Deutscher Meister und gehört seit 2002 der deutschen Nationalmannschaft an.
Manz begann 1994 im Alter von sieben Jahren mit Taekwondo. Erster Verein war die Taekwondo Gemeinschaft Allgäu. Seit 2000 gehörte Daniel Manz zu den ersten Bewohnern des Friedrichshafner Taekwondo-Internats unter der Leitung von Markus Kohlöffel.
2002 gelang ihm der Sprung in die deutsche Juniorennationalmannschaft. Seine ersten Erfolge feierte er mit fünf deutschen Meisterschaften im Juniorenbreich (2003bis 2007). Auf internationaler Ebene mit zwei zweiten Plätzen bei der Jugend-Europameisterschaft 2003 sowie der Jugend-Weltmeisterschaft 2004. ist Daniel Manz nicht nur bedeutenster Jugendsportler beim BSV Friedrichshafen, sondern auch erfolgreichster Jugend-Taekwondo-Kämpfer aller Zeiten in ganz Deutschland. Seine Schwester Jennifer Manz ist auch eine Erfolgreiche Taekwondo-Athletin und gehört seit 2003 auch dem Wettkampfteam des BSV Friedrichshafen an. Derzeit gehört Daniel Manz als Sportsoldat der Sportkompanie in Sonthofen an.

Einkleidung in der Kurmainz-Kaserne in Mainz-Hechtsheim am 15.Juli 2008. Bundestrainer Markus Kohlöffel (Damen-Bundestrainer), Waldemar Helm (Herren-Bundestrainer) und Daniel Manz bei der Aufnahme der 63 Teile unfassenden Bekleidungsausrüstung der deutschen Olympiamannschaft. Foto: Daniel Manz
2006 gewann Daniel Manz seinen ersten deutschen Meistertitel bei den Senioren und wurde im gleichen Jahr in Südkorea Militärweltmeister. 2007 sicherte Manz sich ebenfalls denn Deutschen Meistertitel. Nachdem er sich im Januar 2008 einen Startplatz in Istanbul Türkey für die Olympischen Sommerspiele in Peking 2008 erkämpft hatte, folgten ein zweiter Platz bei der Militärweltmeisterschaft sowie ein dritter Platz bei der in Italien ausgetragenen Europa-meisterschaft in Rom. (Text: Wikipedia)
Daniel Manz, Daten
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Gewichtsklasse bis 58 kg:
Der 20 jährige Levent Tuncat (Duisburg, 1. Dan) trainiert seit seinem fünften Lebensjahr im Taekwondo Center Duisburg-Laar. Ihn beeindruckten die Bruce-Lee Filme. Nachdem er als kleiner Knirps die Tritte in der Wohnung nachahmte und dabei einiges umwarf und kaputt machte, brachte ihn sein Vater ins Taekwondo-Center in Duisburg-Laar. Früh entdeckte sein Trainer Cevdet Mutlu (4. Dan) das Ausnahmetalent Levent. Seitdem trainiert er täglich drei bis vier Stunden am Tag und wird von seinem Trainer kontinuierlich in der olympischen Vollkontaktdisziplin ausgebildet.
Seine Erfolge konnte Levent bereits in frühester Jugend feiern: er wurde mehrfacher Landesmeister bei den Schülern und Jugendlichen in der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union (NWTU). Im Laufe des Jahres 2005 wurde Levent Tuncat sowohl Vize-Europameister bei den Jugendlichen als auch Europameister bei den Senioren in Riga, Lettland. Bei den Europameisterschaften 2006, die vom 26.-28. Mai in Bonn ausgetragen wurden, konnte er seinen Titel erneut verteidigen und wurde zum zweiten Male Europameister. Levent ist Mitglied des Bundeskaders und des NWTU-Landeskaders.

Einkleidung in der Kurmainz-Kaserne in Mainz-Hechtsheim am 15. Juli 2008. Die Olympioniken Levent Tuncat und Daniel Manz. Foto: Daniel Manz
Der Ortsteil Laar erfüllt das Klischeebild von Duisburg, wie man es aus den Schimanski-Krimis kennt. In dieser eher tristen Gegend liegt das kleine Taekwondo-Center, in dem eine der großen deutschen Olympia-Hoffnungen
trainiert. Für das ganze harte Training wurde Levent mit vielen Titeln und Preisen belohnt. Kein Wunder deshalb, dass der Schüler der Gesamt-schule in Duisburg-Meiderich keinen Platz mehr für seine Pokale hat. "In meinem Zimmer war kein Platz mehr, deshalb hab ich sie in den Keller gebracht." Levent hat sich viel vorgenommen! "Das Kämpfen macht mir Spaß. Ich möchte irgendwann mal Weltmeister oder Olympiasieger werden und dafür muss ich noch hart arbeiten. Und wenn ich dann weitere Titel gewinne, macht mir das noch mehr Spaß. Mitglieder und Gäste des TC Laar bei der Verabschiedung nach Peking
Wenn ich verliere, muss ich erst recht weiter machen und noch härter trainieren, um den WM-Titel zu gewinnen." (Text: NWTU)
"Ich möchte bei den olympischen Spielen in Peking Gold holen, für Duisburg und für Deutschland!" (Levent Tuncat im April 2008 im WDR - Interview: klick auf Bild)


