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Judo im Olympia-TV
Vom 9. bis 24. August berichten ARD und ZDF in ihren 4 Digitalprogrammen - EinsPlus (ARD), ZDFinfokanal, ZDFdokukanal und EinsFestival (ARD) - täglich zweimal acht Stunden und zweimal zwölf Stunden von den Olympischen Spielen in Peking. Zu den Wettkampf-Schwerpunkten in den Digitalkanälen zählen: ZDFinfokanal: Judo

Ergebnisse, Regeln, Geschichte...
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Deutsches Team

15.08.: Köppen-Zuckschwerdt verliert ersten Kampf


Sandra Köppen-Zuckschwerdt aus Brandenburg. © AFP

Schwergewichtlerin Sandra Köppen-Zuckschwerdt aus Brandenburg hat überraschend ihren ersten und vermutlich einzigen Kampf des olympischen Judo-Turnieres in Peking verloren. Die 133 kg schwere WM-Dritte unterlag Nobody Janelle Shepherd aus Australien durch Waza-ari (halber Punkt). „Das war's für mich. Einen Abschiedskampf daheim möchte ich schon noch machen, aber international bin ich mit Judo fertig“, meinte die 33-Jährige, die sich nach der Geburt einer Tochter im letzten Moment noch zu ihren dritten Olympischen Spielen gekämpft hatte. „Mein Traum von einer Olympia-Medaille hat sich nicht erfüllt, darüber bin ich sehr unglücklich. Trotzdem bin ich happy, dass ich überhaupt hier sein kann.“ Gold gewann die dreimalige Weltmeisterin Tong Wen aus China gegen die Olympiasiegerin von Athen, Maki Tsukada aus Japan durch einen spektakulären Schulterwurf 14 Sekunden vor Kampfende. Lucija Polavder aus Slowenien sowie die Kubanerin Idalys Ortiz sicherten sich Bronze. (F.A.Z.)


Die Olympiasiegerin Athen 2004, Weltranglisten-Zweite und Trägerin des 5. Dan, Yvonne Bönisch aus Potsdam (oben), im Kampf gg Göldi (SUI) während der Europameisterschaft Tampere 2006. Foto Olaf Möldner
 
29.07.: Die Judo-Mannschaft wird von Yvonne Bönisch (Foto) angeführt, die in Athen die Goldmedaille in der Gewichtsklasse bis 57 Kilo gewann. Bönisch hat bereits angekündigt, die Eröffnungsfeier in Peking boykottieren zu wollen.
 
FRAUEN: Yvonne Bönisch (Potsdam), Michaela Baschin (Backnang), Romy Tarangul (Frankfurt/Oder), Anna von Harnier (Böblingen), Anett Böhm (Leipzig), Heide Wollert (Halle/Saale), Sandra Köppen-Zuckschwerdt (Brandenburg)

MÄNNER: Ole Bischof (Reutlingen), Michael Pinske (Berlin), Benjamin Behrla (Walheim), Andreas Tölzer (Mönchengladbach) (Text: F.A.Z.)

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  Yvonne Bönisch nach der Olympiade 2004 im "Club der Besten"

Yvonne Bönisch steht vor schweren Kämpfen
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Auf dem Weg zu einer olympischen Medaille muss Yvonne Bönisch schon früh gegen hochkarätige Gegnerinnen ran. Das ergab die Auslosung der Judo-Wettkämpfe in Peking.
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Judo-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch ist bereits in der Vorrunde mit nahezu allen Topfavoritinnen in einem Pool. Die Auslosung des Olympia-Turniers in der Wettkampfhalle in der Pekinger Universität für Wissenschaft und Technik ergab, dass die Potsdamerin im Leichtgewicht bis 57kg am 11. August zunächst Gegnerinnen aus Italien und der Mongolei bezwingen muss, um dann im Kampf um den Halbfinal-Einzug entweder auf Weltmeisterin Kye Sun Hui (Nordkorea), Europameisterin Sabrina Filzmoser (Österreich) oder Angstgegnerin Barbara Harel (Frankreich) zu treffen. "Eine ganz schwere Auslosung", sagte Bundestrainer Norbert Littkopf: "Aber sie ist sehr gut drauf, und die Anderen werden auch nicht gerade jubeln, dass sie Yvonne in ihrer Gruppe haben."
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Glück hatten Michaela Baschin (Backnang/- 48kg) und Sandra Köppen-Zuckschwerdt (Brandenburg/+ 78kg), die jeweils in der ersten Runde ein Freilos erhielten. Extraleichtgewichtlerin Baschin, die am Samstag (ab 12.00 Uhr Ortszeit/6.00 Uhr/MESZ) erste deutsche Kämpferin ist, muss danach auf dem Weg ins Halbfinale vermutlich Kubas Vizeweltmeisterin Yanet Bermoy aus dem Weg räumen.
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"Durchwachsene Auslosung" bei den Männern
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Männer-Bundestrainer Frank Wieneke sprach von einer "durchwachsenen Auslosung" für sein Starter-Quartett. Die Ex-Europameister Ole Bischof (Reutlingen/- 81kg) und Andreas Tölzer (Mönchengladbach/+ 100kg) erhielten unbequeme Auftaktgegner aus Aserbaidschan und Usbekistan. Auf die Neulinge Michael Pinske (Berlin/-90kg) und Benjamin Behrla (Walheim/-100kg) warten in Ex-Europameister Sergej Aschwanden (Schweiz) und Ruslan Gasimow (Russland) schwere Brocken. "Wer eine Medaille holen will, muss jeden schlagen. Und die Jungs wollen eine Medaille holen", sagte Wieneke. (Text: focus.de)
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Was machen die anderen?
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15.08.: Ein Blick wie einst bei Ali
nachdem er Sonny Liston K.O. geschlagen hatte, zeigte der japanische Judojungstar Satoshi Ishii, als er Lascha Gutschejiani aus Georgien besiegte. Und genau wie der junge Cassius Clay 1960 in Rom wurde Ishii in Peking Olympiasieger in der Judoschwergewichtsklasse. Der 21 Jahre alte frühere Junioren-Weltmeister bezwang in seinem ersten großen Finale den Usbeken Abdullo Tangrijew durch zwei Shido (Bestrafungen).
Bronze gewannen Teddy Riner aus Frankreich und der Kubaner Oscar Brayson. Andreas Tölzer aus Mönchengladbach war zunächst an Tangrijew und in der Hoffnungsrunde an Riner gescheitert. (F.A.Z.)
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  © REUTERS
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15.08.: Blas junior zu passiv
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210-Kilo-Koloss Ricardo Blas jun. aus Guam hat die erste Runde des olympischen Judo-Turniers nicht überstanden. "Ich danke allen für die Unterstützung", sagte der schwerste Athlet der Spiele schnaufend, nachdem er in seinem Kampf gegen den 75 Kilogramm leichteren Georgier Lascha Gujejiani nach der dritten Bestrafung wegen Passivität vorzeitig von der Matte geschickt worden war.
Der Georgier schaffte es allerdings nicht, seinen erst 21 Jahre alten Rivalen von der Insel im Indischen Ozean mit einer Wurftechnik zu bezwingen. Gujejani versuchte mehrfach vergeblich, seinen Rivalen, der beim morgendlichen Wiegen rekordverdächtige 210,6 Kilogramm schwer war, auszuheben und über die Schulter zu werfen. (F.A.Z.)
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  © AFP