Die folgenden Inhalte sind gemäß Urheberrecht geschützt. Sie dürfen mit schriftlicher Zustimmung der Domaininhaber gerne weitergeleitet, gespeichert, dupliziert und anderweitig verwendet werden.
Gerätturnen im Olympia-TV
Vom 9. bis 24. August berichten ARD und ZDF in ihren 4 Digitalprogrammen - EinsPlus (ARD), ZDFinfokanal, ZDFdokukanal und EinsFestival (ARD) - täglich
zweimal acht Stunden und zweimal zwölf Stunden von den Olympischen Spielen in Peking. Zu den Wettkampf-Schwerpunkten in den Digitalkanälen zählen: EinsPlus: Kunstturnen
Ergebnisse, Regeln, Geschichte...
Life-Ticker
Gerätturnen (veraltet auch Kunstturnen oder Geräteturnen; engl.: artistic gymnastics) ist eine olympische Individualsportart. Sie wird von Frauen im beinfreien Turnanzug sowohl barfuß als auch mit weißen Strümpfen ausgeübt. Männer turnen barfuß in kurzen Hosen mit ärmellosem Turnhemd. Es werden auch lange Turnhosen mit oder ohne eingearbeiteten Fuß verwendet. Dazu kommen vereinzelt weiße Strümpfe zum Einsatz.
.
17.08.: Hambüchen Vierter im Bodenfinale

Hambüchen mit 75 Hundertstel Punkten an Bronze vorbei
© turn-team.de

Zou Kai, 20, aus China, Mitte, gewann die Goldmedaille für seine Bodenübung im
Gerätefinale, flankiert vom Zweiten, Gervasio Deferr aus Spanien, links, und dem
Bronzemedalliengewinner aus Russland, Anton Golotsutskov.
Gold für Chinesen Kai Zou
Fabian Hambüchen turnte seine Übung sauber durch, mit nur einem kleinen Wackler bei der Landung nach seinem Tsukahara am Schluss und bekam dafür 15.650 Punkte. Das bedeutete zunächst Rang zwei. Eigentlich ist seine Übung nicht schwer genug für eine Medaille, er profitierte aber von den Fehlern seiner Konkurrenten.
Zuvor war der Weltmeister am Boden, Diego Hypolito aus Brasilien, bei seinem letzten Teil dem Doppeltwist gestürzt. Auch der Rumäne Marian Dragulescu stürzte in seiner zweiten Bahn und verspielte somit die Chance auf eine Medaille.
Die 18.000 Zuschauer im National Indoor Stadium waren kaum noch zu halten als der Chinese Kai Zou auf die Bodenmatte trat. Er turnte fehlerfrei und hatte mit 16.050 Punkten Gold sicher. Als letzter Turner musste der Spanier Gervasio Deferr nur kurz bei seinem Japaner Handstand nachdrücken und landete mit 15.775 Punkten auf Platz zwei.
Bronze ging an den Europameister Anton Golutsutskov aus Russland (15.725). Fabian Hambüchen verpasste mit nur 0.075 Punkten die Bronzemedaille. "Man ärgert sich zwar schon, dass man nicht Dritter geworden ist, aber dafür hätten es eben zwei Hüpfer weniger sein müssen", erklärt Hambüchen nach dem Wettkampf. "Ich habe ja aber noch zwei Finals und bin da guten Mutes."
Endergebnis Bodenfinale Männer:
1. Zou (CHN) 16.050

Gervasio Deferr (Spanien), Gold bei den Olympischen Spielen Athen 2004
Foto: Claudio Chaves, Quelle marca.com...
2. Deferr (ESP) 15.775
3. Golutsutskov (RUS) 15.725
4. Hambüchen (GER) 15.650
5. Uchimura (JPN) 15.575
6. Hypolito (BRA) 15.200
7. Dragulescu (ROU) 14.850
8. Shatilov (ISR) 14.125
(Quelle: Deutscher Turner-Bund)
.
.
.
.
.
Foto rechts: Alexandr Shatilov (Israel) bestreitet die Qualifikation der Männer
Foto: Reuters - Sa.9. August 2008
.
17.08.: Sprungfinale Frauen: Gold für Hong Un Jong (Nordkorea)

5.12.06: Hong Un Jong (Nordkorea) beim Sprungfinale der Frauen
während der Kunstgymnastik -Wettbewerbe bei den 15. Asian Games
Doha 2006 in der Aspire Hall in Doha, Qatar.
(Foto: Christof Koepsel/Getty Images für DAGOC)
Die Goldmedaille sicherte sich die Nordkoreanerin Hong Un Jong, 19 (links), mit 15.650 Punkten, die damit ihren ersten Sieg bei Olympischen Spielen feiert. Für die Chinesin Fei Cheng reichte es nach einem Sturz bei ihrem zweiten Sprung für Bronze mit 15.562 Punkten.
Silber: Die amtierende Europa-meisterin am Sprung, Oksana Chusovitina, 33 (rechts), präsentierte bei ihren fünften Olympischen Spielen zwei tolle Sprünge und übernahm zunächst die Führung im Sprungfinale. Oksana zeigte endlich den Tsukahara mit zwei Schrauben im Wettkampf (15.425 Punkte) und turnte ihn in den sicheren Stand. Sie bekam insgesamt 15.575 Punkte und fiel ihrer Trainerin freudestrahlend und sichtlich losgelöst in die Arme! "Ich habe mich einfach nur auf meinen Sprung konzentriert und widme diese Silbermedaille jetzt meinem 14:22 Uhr. Hong Un Jong, 19, links, Oksana Chusovitina, 33. © AP, Quelle: Yahoo
Sohn", freut sich Chusovitina mit einem Lächeln. An einen Rücktritt denkt die gebürtige Usbekin aber noch nicht. (Quelle: Deutscher Turner-Bund)
Ergebnisse Sprungfinale Frauen:
1. HONG Un Jong (PRK) 15.650
2. CHUSOVITINA Oksana (GER) 15.575
3. CHENG Fei (CHN) 15.562
Alicia Sacramone, 20, auf dem Schwebebalken während der U.S. National
Championships in Boston, MA, 2008. (Quelle: Wikipedia)
4. SACRAMONE Alicia (USA) 15.537
5. KAESLIN Ariella (CH) 15.050

Carlotta Giovannini, 18, bei den 39. Kunst-Turn Weltmeisterschaften 2006, Aarhus
6. GIOVANNINI Carlotta (ITA) 14.550
![]()
Jade Barbosa, 17, beim Mediterraneo Gym Cup, 5. Juli 2008, Rom
7. BARBOSA Jade (BRA) 14.487
Anna Anatolyevna Pavlova, 21. © Andy Lyons / Getty
8. PAVLOVA Anna (RUS) 7.812
(Quelle: Deutscher Turner-Bund)
17.08.: Silber für Chusovitina im Sprungfinale
33-Jährige sorgt für absolute Überaschung: Die amtierende Europameisterin am Sprung, Oksana Chusovitina, präsentierte bei ihren fünften Olympischen Spielen zwei tolle Sprünge und übernahm zunächst die Führung im Sprungfinale. Oksana zeigte endlich den Tsukahara mit zwei Schrauben im Wettkampf (15.425 Punkte) und turnte ihn in den sicheren Stand. Sie bekam insgesamt 15.575 Punkte und fiel ihrer Trainerin Shanna Poljakova freudestrahlend und sichtlich losgelöst in die Arme! Die Goldmedaille sicherte sich die Nordkoreanerin Un Jong Hong mit © turn-team.de
15.650 Punkten, die damit ihren ersten Sieg bei Olympischen Spielen feiert. Für die Chinesin Fei Cheng reichte es nach einem Sturz bei ihrem zweiten Sprung für Bronze mit 15.562 Punkten. (turn-team.de) mehr...

Oksana Chusovitina (Köln). © AP, Quelle F.A.Z.
Die mit ihr turnen, könnten ihre Kinder sein. Oksana Chusovitina ist alt, was das Frauenturnen betrifft, 33 - und doch kein bisschen müde. Zum fünften Mal nimmt sie an Olympischen Spielen teil - keine andere Turnerin hat das geschafft- zum ersten Mal als Deutsche. Sie begann ihre Karriere in der Riege der Sowjetunion, wurde 1992 Olympiasiegerin mit der Mannschaft der GUS, und später für Usbekistan Weltmeisterin. Als ihr damals zweijähriger Sohn Alisher an Leukämie erkrankt war, kam sie vor acht Jahren nach Köln, wo das Kind medizinisch betreut wurde. Sie blieb. Alisher ist gesund, und die Mutter turnt weiter. Eine Zeitlang tat sie es, um die Behandlung zu finanzieren - der Spaß am Sport kam ihr aber nie abhanden. Vor zwei Jahren wurde sie eingebürgert, und ihre Leistung brachte die deutschen Turnerinnen zum ersten Mal seit 1992 wieder zu Olympia. Oksana Chusovitina hat sich damit einen Traum erfüllt. Er könnte für die Sprung-Europameisterin sogar mit einer Medaille enden. (F.A.Z.) mehr...
15.08.: Frauen, Mehrkampf, Einzel - Oksana Chusovitina neunter Platz
Sprung-Europameisterin Oksana Chusovitina belegte mit 60,125 Zählern unter 24 Finalistinnen den neunten Platz. Sie absolvierte alle vier Geräte ohne größere Patzer. Die 33 Jahre alte Kölnerin bestreitet in der chinesischen Hauptstadt bereits ihre fünften Olympischen Spiele, Weltrekord für eine Kunstturnerin.
Die olympischen Kunstturn-Wettbewerbe werden am Sonntag mit den ersten vier Gerätefinals fortgesetzt. Reck-Weltmeister Hambüchen tritt am Boden an, Chusovitina beim Sprung.
15.08.: Turnen, Mehrkampf: Liukin gewinnt das Duell gegen Johnson

Nastia Liukin (USA). © AFP, Quelle F.A.Z.
Nastia Liukin hat die Siegesserie der chinesischen Kunstturner durchbrochen. Die Schwebebalken-Weltmeisterin aus den USA gewann vor 18.000 Zuschauern im ausverkauften National Indoor Stadium den Einzel-Mehrkampf mit 63,352 Punkten vor ihrer Teamkollegin Shawn Johnson (62,725) und Mannschafts-Olympiasiegerin Yang Yilin aus China (62,650).
Sprung-Europameisterin Oksana Chusovitina belegte mit 60,125 Zählern unter 24 Finalistinnen den neunten Platz. Sie absolvierte alle vier Geräte ohne größere Patzer. Die 33 Jahre alte Kölnerin bestreitet in der chinesischen Hauptstadt bereits ihre fünften Olympischen Spiele, Weltrekord für eine Kunstturnerin.
Die olympischen Kunstturn-Wettbewerbe werden am Sonntag mit den ersten vier Gerätefinals fortgesetzt. Reck-Weltmeister Hambüchen tritt am Boden an, Chusovitina beim Sprung.
Turnen,
Frauen, Mehrkampf, Einzel: GOLD: Nastia Liukin (USA) 63,325 Punkte, SILBER: Shawn Johnson (USA) 62,725, BRONZE: Yang Yilin (China) 62,650, 4. Xenia Semenowa
(Russland) 61,925, 5. Steliana Nistor (Rumänien) 61,050, 6. Jiang Yuyuan (China) 60,900, 7. Anna Pawlowa (Russland) 60,825, 8. Sandra Izbasa (Rumänien) 60,750, 9.
Oksana Chusovitina (Köln) 60,125
Deutsches Team
Frauen: Oksana Chusovitina (33 J.), Katja Abel (25 J.), Daria Bijak (22 J.), Anja Brinker (17 J.), Marie-Sophie Hindermann (17 J.), Joeline Moebius (15 J.) (Angaben: DOSB)
Männer: Thomas Andergassen (28 J.) Robert Juckel (26 J.) Eugen Spiridonov (26 J.) Philipp Boy (21 J.) Fabian Hambüchen (20 J.) Marcel Nguyen (20 J.) (Angaben: DOSB
.
Was machen die anderen?
Nastia Nastia Liukin (Vereinigte Staaten) © AFP, Qelle F.A.Z.
Als Nastia Liukin im Oktober 1989 in Moskau geboren wurde, hieß sie Anastasia, und ihr Vater Valeri Ljukin war im Jahr zuvor Olympiasieger mit der Mannschaft und am Reck geworden. Gut zwei Jahre später verließ die Familie - Mutter Anna Kotschnewa war Weltmeisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik - Russland; die Eltern fanden - nun unter dem Namen Liukin - ihr Glück als Turntrainer in Texas. Anastasia wuchs in Sporthallen auf, und aus dem russischen Baby wurde eine amerikanische Nastia. Mit 12 turnte sie in der Eliteklasse, mit 16 war sie zweifache Weltmeisterin (Stufenbarren und Schwebebalken) und Zweite im Mehrkampf. Ihre Rolle in einem Kinofilm über einen turnenden Teenager („Rebell in Turnschuhen”) mag ihr vorgekommen sein wie aus dem wahren Leben: viel Training, wenig Vergnügen. Er habe Nastia "wie eine Skulptur geformt", sagte Anna Liukin einmal über ihren Mann. Wie versteinert wirkte die dann auch, als sie 2007 in Stuttgart mit der amerikanischen Mannschaft und auf dem Schwebebalken den Titel gewann. Denn die höchste Krone, das Mehrkampf-Gold, hatte sich Mannschaftskameradin Shawn Johnson geholt - und damit der kühlen Nastia die Show gestohlen. (F.A.Z.)

Daiane dos Santos (Brasilien). © AP, Quelle F.A.Z.
Daiane dos Santos: Wenn Daiane dos Santos auf der Bodenmatte turnt, scheint die Schwerkraft nicht mehr zu gelten. Die kleine Brasilianerin, Boden-Weltmeisterin 2003 und 2005, federt und springt wie keine Zweite. 2,80 Meter Höhe erreicht sie bei ihren spektakulären Sprungbahnen mit höchstem Schwierigkeitsgrad. Mit der außergewöhnlichen Kraft ihrer Beine schafft sie im Weitsprung aus dem Stand 2,40 – wo andere Menschen Schwierigkeiten haben, mehr als einen Meter weiter zu landen. Das Energiebündel hat geschafft, was bis dahin im brasilianischen Sport für unmöglich gehalten wurde: Die Turnerin Daiane Dos Santos gewann eine Publikumswahl 2003, vor den U-17- und U-20-Fußballteams, die ebenfalls jeweils Weltmeister geworden waren. In Brasilien hat das Mädchen aus einem der brasilianischen Armenviertel in Porto Alegre Star-Status erreicht und wird als Idol gefeiert. (F.A.Z.)
Shawn Johnson (Vereinigte Staaten) begann mit neun Monaten zu laufen, und kurz danach – so erzählen ihre Eltern – turnte sie an allerlei Möbeln herum. Die Karriere war vorge-zeichnet: Mit solch einem Bewegungsdrang musste sie zwangsläufig in die amerika-nische Nationalmannschaft führen. Gleich in ihrem ersten Elitejahr, als Fünfzehnjährige, gewann sie drei Weltmeistertitel, darunter den wichtigsten, im Mehrkampf. Die strahlende Shawn Johnson – die wie das Gegenstück zur kühlen Teamkollegin Nastia Liukin wirkt – sieht Turnen nicht als Qual, anstatt 40 Stunden in der Woche zu trainieren wie die Konkurrenz, kommt sie auf 20 bis 25. Für die Schule hat sie auch noch Zeit – und das zeigt sich in Bestnoten. Mit ihren Erfolgen wurde sie im turnverrückten Amerika schnell zum TV-star, der von Talkshow zu Talkshow gereicht wurde, und eine Teenie-Wahl nach der anderen gewann. In Peking soll der Sieg gelingen, der am schwersten von allen wiegt. (FAZ) Shawn Johnson (Vereinigte Staaten) © REUTERS, Quelle F.A.Z.

Alicia Sacramone während ihrer Kür auf dem Schwebebalken. Nach dem Wettkampf hatte sie Trost nötig, da die USA im Mannschaftswettkampf hinter China nur Platz zwei belegten.
Foto AFP, Quelle Focus

Die Rumänin Sandra Izbasa fliegt über den Balken.
Foto dpa, Quelle Focus