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Rund um den Sacrower See
Sonntag, 24. August 2008, 13:20 Uhr. Naturfühlung speziell für Barfußneugierige, schuhoptional.
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Foto: Wikipedia
13:30 - 18:00 Uhr: Natur und Kultur spüren im Schlosspark Sacrow und auf den sandigen Waldwegen rund um den See
Wer im Großraum Potsdam / Berlin eine Umgebung vorfinden will wie in den von Wäldern und Seen geprägten Weiten Schwedens, erlebt Ähnliches schon am nördlichen Potsdamer Stadtrand. Mit schwedischer Einsamkeit kann der Sacrower See, zumindest an Sonntagen, zwar nicht dienen, dafür mit erholsamem Auslauf für stadtmüde Füße.
Die Route führte um den grüngrau schimmernden See durch das Naturschutzgebiet Königswald - acht Kilometer sensitives Spüren von Wald- und Sandwegen mit teils erhöhtem Blick auf den See. Überall geborstene Baumstämme, abgebrochene Äste, Laub – fast wie ein Urwald. Ein Paradies für Blindschleichen sei das Revier und, so viel ist auf der Infotafel noch zu erkennen, für Balkenschröter, Mulmbock, Hirsch- und Feuerkäfer. Mancherorts schien es, als sei seit 1941 die Zeit stehen geblieben. In jenem Jahr wurde der Königswald nämlich zum Naturschutzgebiet erklärt. mehr...
Die von Johannes geleitete Naturfühlung für zarte Sohlen begann mit Josephine und Manuela an der Bushaltestelle "Postdam - Sacrower See" in der Nähe von Sacrower Schloss und Heilands-kirche. Nachdem die Schuhe verstaut waren sahen wir uns den Sacrower Friedhof mit seinen 67 Kriegsgräbern aus dem 2. Weltkrieg an. Über die Krampnitzer Staße ging's ein paar Meter nach Osten Richtung Berlin-Kladow, in den Weinmeisterweg und vorbei an den Ausflugslokalen wieder zum See. Am Nordstrand pausierten wir auf der Terrasse des italienischen Restaurants. Anschließend zogen die zwei Frauen ihre Schuhe an und wir umrundeteten das Institut für Binnenfischerei (Foto rechts). Wenig später gelangten wir wieder zum Südende des Sees in den Sacrower Schlosspark.
Schloß Sacrow, Krampnitzer Strasse 2, 14469 Potsdam-Sacrow. Telefon: 0331.96 94-200/ -201. Foto: Wikipedia
Das Schloss Sacrow (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten) zählt zum Weltkulturerbe und geht auf ein Gutshaus zurück, das mit einer klassizistischen Fassade versehen wurde. Der umliegende, 24,5 ha große Sacrower Garten (Schlosspark) liegt Glienicke und dem Neuen Garten auf der anderen Havelseite gegenüber und wurde als Teil der Potsdamer Kulturlandschaft gestaltet. Wir bewunderten eine imposante Eiche westlich des Schlosses, den ältesten Baum auf dem Potsdamer Stadtgebiet. Direkt daneben liegt eine mehr als 100 Jahre alte Streuobstwiese. (Der Schlosspark ist von 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit für Besucher zugänglich.)
"Das Gelände schließt den Kranz der Gartenanlagen um den Potsdamer Jungfernsee. Diese außerordentlich reizvolle Lage war auch der Grund, warum Friedrich Wilhelm IV. Sacrow 1840 erwarb. Der König ließ sofort nach Plänen von Ludwig Persius die Heilandskirche (Foto) auf der in den Jungfernsee (Havel) ragenden Landspitze errichten. Die Sacrower Heilandskirche ist eines der besonderen Schmuckstücke Potsdams. Mit ihrem offenen Säulengang ähnelt sie frühchristlichen Basiliken. " (SPSG) Wir umrundeten die Kirche und sahen im Säulengang farbige Kacheln mit teils über fünfzig Jahre alten, bleistiftgeschriebenen Ich-war-hier-Notizen. Nach dem Besuch des Innenraums mit aufschlussreichen Erklärungen des versieren Kirchenmitarbeiters beendeten wir unsere Exkursion und verabschiedeten uns am Potsdamer Hauptbahnhof.
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