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Barfuß im Wohlfühltempel
Besuch der Kristaltherme Ludwigsfelde

Entspannung mit hunderten weiteren Barfüßigen in Sauna, Sole- und Süßwasserbecken
Mittwoch, 4. Februar 2008, 12 - 17 Uhr

Meine Vorfreude auf den Aufenthalt in der Ludwigsfelder Saunatherma am 4. Februar in einer Gruppe von sieben Freunden traf auf die angenehme Erfüllung meiner Erwartungen. Aus der Berliner Verwöhn- und Gesundheitsgruppe waren ein weibliches Mitglied und ich dabei, und sie brachte noch eine Freundin mit. Meine fünf Stunden vor Ort waren so befreiend und entspannend.

Die Therme war an diesem bekleidungsoptionalen Ferientag bei ermäßigtem Eintritt sehr gut besucht - und doch konnten wir uns frei bewegen, weil sich bestimmt die Hälfte der Badegäste auf ihren Liegen entspannte, während die andere das Solebecken und die Saunen aufsuchte.

Der 12 Uhr-Aufguss in der Salzsauna im Außenbereich - nach eigenem Bekunden Deutschlands größte Sauna - war ein Erlebnis für sich. Die große Sauna, in der sich leicht eine kleine Gaststätte unterbringen ließe, war bis auf den letzten Platz mit entspannungshungrigen Gästen gefüllt. Schön zu erleben: der Altersschnitt wurde durch einen beachtlichen Anteil junger Sauna-besucherInnen angenehm gesenkt. Und doch meinte ich, ich würde mich nicht nur in einen Schwitztempel, sondern auch in einen Seniorenclub begeben, mit all seinen schönen und weniger schönen Energien. Der Aufguss in der Salzauna wurde von zwei jungen Leuten gestaltet, die alle Kellen und Tücher voll zu tun hatten, Dampf zu erzeugen und zu verteilen. Die Frau hatte trotz ihres jugendlichen Alters eine erstaunliche Routine in der kommentarreichen Gestaltung ihrer Arbeit und sparte nicht mit Hinweisen und witzigen Ratschlägen, womit sie den Aufenthalt für die Silbermähnen und ihre jüngere Randgruppe angenehm gestaltete. Der Aufguss beinhaltete eine zehnminütige Pause, in der wir den Körper mit grobem Bad Reichenhaller Salz einreiben konnten. Mit Salz auf unserer Haut gings dann wieder für weitere 10 Minuten in die Sauna.

Schön fand ich, dass doch nahezu die Hälfte der Badegäste das grundsätzliche Angebot der Therme, auf Bekleidung zu verzichten, in die Realität umsetze. Nackt ist der Aufenthalt und der Wechsel zwischen Außen- und Innenbereich, zwischen Sauna, Solebecken, Süßwasserbecken und Ruhebereich ganz einfach und ohne jeglichen Aufwand möglich und sehr angenehm zu gestalten. Dies erkannten auch die drei Frauen in meinem Schlepptau, die im Vorfeld Bedenken hatten, ob sie sich nackt unter all den Leuten wohl fühlen würden. Nach kurzer Eingewöhungszeit bewegte sich der überwiegende Teil unserer siebenköpfigen Gruppe ganz selbstverständlich unbekleidet und fühlte sich in pudelwohl der eigenen Haut.

Lange Zeit hielten wir uns auf unseren Liegestühlen in einer der oberen Etagen auf und gönnten uns interessante Gespräche und gegenseitige Fußmassagen. Die Zeit verstrich wir im Fluge und ich musste mich nach fünf Stunden richtig beeilen, um rechtzeitig wieder zum nahegelegenen Bahnhof Ludwigsfelde zu kommen, weil ich noch einen Termin in Charlottenburg wahrnehmen musste.

Der Tag war eine runde Sache und so angenehm, dass er am 18. März wiederholt wird.

Johannnes